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Ethnische Gruppen
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NamaDer gesamte Süden Namibias wird traditionell vom Volk der Namas bewohnt. Sie sind mit den Khoikhoi verwandt und kamen einst aus dem Kap Raum, als sich die weissen Siedler dort immer mehr ausbreiteten. Die rund 80.000 Namas züchten vor allem Schafe und Ziegen. Sie sprechen einen schwer erlernbaren Khoisan Dialekt mit Schnalz- und Klicklauten. DamaraAuch die rund 90.000 Damara sprechen diese Sprache. Ihr Hauptsiedlungsgebiet liegt zwischen Erongo und der Etoscha Pfanne mit der Stadt Khorixas als Zentrum. Ein Grossteil lebt jedoch verstreut im Lande. Die Damara leben von der Viehzucht. Sie beherrschten schon früh die Kunst des Eisen- und Kupferschmiedens. San Die Ureinwohner Namibias sind die Buschleute oder San. Es gibt Anzeichen, dass sie schon vor 20.000 Jahren hier lebten. Man schätzt die Zahl der heute in Namibia lebenden San auf 40.000. Die Apartheid Verwaltung wies ihnen das Gebiet westlich von Tsumkwe als Homeland zu. Die sesshafte Lebensweise entspricht aber nicht ihrer Natur. Ihre verstreuten Siedlungen im ehemaligen Buschmannland machen heute einen desolaten Eindruck. Der Alkoholismus grassiert, und zudem treiben die Hereros ihre Rinderherden in das Buschmannland. Eine Lobby im Windhoeker Parlament fehlt ihnen. Während des Unabhängigkeitskriegs wurden die San von der südafrikanischen Armee als Fährtensucher eingesetzt, was ihnen die SWAPO bislang nicht verziehen hat. BasterAusschliesslich um die Stadt Rehoboth südlich von Windhoek leben die rund 25.000 Rehobother Baster. Es sind die Nachkommen von Khoikhoi Frauen und burischen Immigranten aus der Kapkolonie, die 1870 ihre Heimat verliessen und Rehoboth gründeten. Die Baster sprechen Afrikaans und fühlen sich auch ansonsten den burischen Wertvorstellungen verpflichtet. Sie betreiben vor allem Rinderzucht und sind gute Handwerker. Sie haben erheblichen politischen Einfluss in Windhoek. Weisse Bevölkerung Rund 100.000 Weisse leben in Namibia. Davon sind 20% deutscher Abstammung. 20% sind englischer und 60% afrikaanser Herkunft. Sie wanderten nach dem 1. Weltkrieg aus Südafrika nach Namibia ein. Die weisse Minderheit ist zwar an der politischen Verantwortung nicht mehr beteiligt, die wirtschaftliche Macht liegt jedoch weitgehend in ihren Händen, vor allem in den Schlüsselbereichen, Landwirtschaft, Handel. Bergbau und Tourismus. |
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