Südafrikanische Herrschaft und der Freiheitskampf in Namibia
Nach Ende des Ersten Weltkriegs wird Deutsch-Südwestafrika im Versailler Vertrag 1919 zum Mandatsgebiet des Völkerbundes unter südafrikanischer Verwaltung erklärt. Deutsch verliert den Status als Amtssprache. 4000 Deutsche verlassen das Land, die meisten bleiben jedoch. Südafrika siedelt Burenfarmer im Lande an, vor allem im Süden.
1951 wird die unselige südafrikanische Apartheid-Gesetzgebung (Rassentrennung) auf South-West Africa übertragen. Mit der Durchsetzung des Odendaal Plans kommt es zwischen 1964 und 1966 zur Bildung von Homelands für die Herero, Nama, Damara, San sowie für die Owambo. Die schwarze Bevölkerung wird zwangsweise umgesiedelt. In Windhoek entsteht das Township Katutura.
Die UNO entzieht Südafrika 1966 das Mandat. Südafrika erkennt diese Resolution jedoch nicht an und weigert sich, der UNO die Kontrolle über das Land zu übergeben.

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Die SWAPO (South-West African Peoples Organisation) unter Führung von Sam Nujoma – später Präsident des Landes – beginnt im gleichen Jahr den bewaffneten Befreiungskampf. Er spielt sich hauptsächlich im bevölkerungsreichen Ovamboland, an der angolanischen Grenze im Nordwesten, ab. Das restliche Land bleibt von den Auseinandersetzungen weitgehend verschont.
Die SWAPO Kämpfer verfolgen eine Strategie der Nadelstiche, haben der gut ausgerüsteten, mit Panzern und Kampfhubschraubern bewaffneten südafrikanischen Armee jedoch letztlich wenig entgegenzusetzen. Die Guerillaaktionen der SWAPO werden von Seiten Südafrikas sogar mit brutalen Bombardements durch die südafrikanische Luftwaffe beantwortet.
Der bewaffnete Kampf um Namibias Unabhängigkeit dauert 23 Jahre. Das schließliche Einlenken Südafrikas ist weniger auf die militärischen Erfolge der SWAPO als auf wachsenden internationalen Druck sowie massive ökonomische Probleme des Apartheid-Regimes in Pretoria zurückzuführen, letzteres mitverursacht durch den jahrelangen weltweiten Handelsboykott gegen das Land.
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