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Tierwelt
Namibia
Namibia zählt zu den wildreichsten Ländern in Afrika. Bereits zu Beginn des vorigen Jahrhunderts wurde dem Schutz der Tierwelt Bedeutung beigemessen und Wildschutzreservate wie der - über 20.000 Quadratkilometer grosse - Etosha Nationalpark geschaffen. Insgesamt sind heute rund 120.000 Quadratkilometer Naturschutzgebiet, rund 15% der Gesamtfläche Namibias.
Darüber hinaus haben sich viele Farmer - auch bedingt durch steigende Besucherzahlen - von der Viehhaltung auf das "Game Farming" verlegt und ihre meist riesigen Farmen in private Wildreservate umgewandelt. Das grösste Problem dabei ist die in Namibia weit verbreitete Verbuschung, eine Folge der Überweidung durch Rinder, Schafe und Ziegen. Während das Wachstum der Dornbüsche angeregt wird, verschwinden die feinen, gelblich schimmernden Gräser, die eigentliche Nahrungsquelle der Tiere. Die Beseitigung der Dornbüsche und die Rehabilitation der ursprünglichen Grasfluren ist sehr kostspielig und langwierig und übersteigt oft die finanziellen Möglichkeiten der Farmer.
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Die typischen afrikanischen Savannentiere wie Elefant, Giraffe, Nashorn, Zebra, Streifengnu, Hyäne, Löwe, Gepard, Leopard, Wildhund und zahlreiche Antilopenarten, findet man vor allem im zentralen Teil Namibias, wozu auch der Etosha Nationalpark gezählt wird.
Im feuchteren Norden, besonders im Caprivi, gibt es darüber hinaus Büffel und an den Flussläufen und Sümpfen Flusspferde und Krododile.
Im trockenen, wüsten- und halbwüstenhaften Süden ist die Vielfalt sehr viel geringer. Hier dominieren vor allem die an das Klima gut angepassten Oryx Antilopen, aber auch Springböcke, Kudus, Strausse, Paviane, Bergzebras und Leoparden. Im nordwestlichen Teil Namibias - im Kaokoveld und Damaraland bis an die Skelettküste - findet man Wüsten-Elefanten und vereinzelt auch Löwen, die sich an die Trockenheit in besonderer Weise angepasst haben.
In Namibia wurden bislang 620 Vogelarten gelistet, die überwiegend auch im Lande brüten. Einige Arten sind endemisch, kommen also nur im südwestlichen Teil Afrikas vor. Die Zahl der Insektenarten wird auf 20.000 geschätzt. Auch bei den Reptilien sind einige Arten - wie zum Beispiel der transparente Palmatogecko - endemisch. Ausserdem gibt es alle Schlangenarten, die man im südlichen Afria findet, darunter auch giftige wie die Puffotter, die schwarze Mamba, die grüne Baumschlange sowie Kapkobras und Speikobras.
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