|
Himba
Kaokoland
Kaokoland ist Heimat der rund 6000 Himba. Die freundlichen Menschen sind eng mit den Herero verwandt. Beide Volksgruppen sprechen die gleiche Sprache. Die Himba sind Hirtenvolk. Sie züchten im wesentlichen Rinder und Ziegen und führen ein halbnomadisches Leben. Je nach Jahreszeit ziehen sie mit ihren Herden zu den unterschiedlichen Wasserstellen.
Bei den Himba haben Kleidung, Haartracht und Schmuck eine besondere Bedeutung und sind ein Teil ihrer Tradition und Kultur. Schon den Neugeborenen hängt man Perlenketten um. Sind die Kinder etwas älter, so kommen Armreifen aus getriebenem Kupfer und Muscheln hinzu.
|
|
 |
|
|
Die stolzen Himba Frauen verwenden täglich mehrere Stunden für die Morgentoilette und Schönheitspflege. Der gesamte Körper wird mit einer Creme eingerieben, die aus ranzigem Butterfett und Ockerfarbe besteht. Hinzugemischt wird das aromatische Harz des Omuzumba-Strauches. Die Creme verleiht dem Körper einen intensiven rötlichen Glanz, der dem Schönheitsideal der Himba entspricht.
Durch den unkontrollierten Tourismus im Kaokoveld gerät die Kultur der Himba zunehmend in Gefahr. Touristen verteilen aus Unwissenheit Süssigkeiten an Himba Kinder und Alkohol an Himba Männer und vieles andere, was der Kultur der Himba fremd ist. Viele Himba sind darum bereits zu aufdringlichen Bettlern, andere zu Alkoholikern geworden. Obwohl von vielen Seiten gefordert wird, den Kaokoland Tourismus zu reglementieren und das gesamte Gebiet zum Schutzgebiet zu erklären, sieht die namibische Regierung bislang keinen Handlungsbedarf, sondern kritisiert das Himba Volk als unzivilisiert, rückständig und fortschrittsfeindlich.
Oben rechts: Junge Himba Frau an Omumborumbonga Baum. Links unten: Am Kunene Fluss, Kaokoveld. Links oben: Himba Frau mit Baby im Kaokoveld.
|
|
|