Fährt man von Grootfontein auf der B8 nach Norden, so wird schon nach kaum hundert Kilometern die Landschaft zunehmend afrikanischer. Strohgedeckte Rundhütten aus Lehm stehen in kleinen Siedlungen unweit der Strasse. Das Buschland wird dichter und grüner, Bäume werden zahlreicher. Auch Gemüsegärten sieht man zwischen den Siedlungen, und Felder mit Mais und Hirse. Hier gibt es keine Zäune mehr, und immer wieder laufen Ziegen, Schafe und Rinder auf der Strasse. Und je weiter man gen Rundu fährt, desto häufiger sieht man Holzschnitzer Hütten am Strassenrand, denn die Kavango sind geschickte Holzschnitzer.
Das Volk der Kavango stammt zum grossen Teil aus Angola. Viele Menschen kamen während des Bürgerkriegs nach Namibia. Doch eigentlich ist die Grenze künstlich. Die Kavango leben seit Jahrhunderten beidseits des Okavango Flusses. Kaum eine Familie, die nicht Verwandte oder Freunde auf der anderen Seite hätte.