Ein Besuch der Victoria Wasserfälle in Zimbabwe bietet sich als Abstecher an, wenn man sich im Caprivi aufhält. Von Katima Mulilo aus geht es zunächst zur Botswana Grenze bei Ngoma Bridge (75 km). Von hier aus sind es 80 Kilometer bis zur Zimbabwe Grenze bei Kasane, und dann noch einmal rund 90 Kilometer bis zu den Fällen. Die Strecke ist insgesamt unproblematisch, ebenso die Grenzübertritte. Ein Geländewagen wird nicht benötigt.
Die Victoria Falls wurden erst 1855 von dem Afrikaforscher David Livingstone entdeckt und von ihm nach der damaligen englischen Königin benannt. Es sind die grössten Wasserfälle Afrikas. Auf einer Breite von fast zwei Kilometern stürzt der gewaltige Zambesi River 120 Meter in die Tiefe.
Der Ort Victoria Falls bietet jede Menge Hotels und Lodges in allen Preisklassen sowie mehrere Campingplätze an. Empfehlenswert ist ein Rundflug über die Wasserfälle. Vergleichbaren Service bietet auch der Ort Ort Livingstone auf der Zambia Seite der Fälle.
Generell muss man zur Zeit mit Reisen nach Zimbabwe vorsichtig sein. Die Wirtschaft ist durch das kleptokratische Mugabe Regime schwer angeschlagen. Auf Grund fehlender Devisen kann das Land nicht mehr genügend Erdöl importieren, so dass es an den Tankstellen selten Benzin gibt. Doch selbst Grundlebensmittel sind knapp. Die Landwirtschaft des einst blühenden Landes liegt brach. Getreide muss gegen teure Devisen importiert werden, und für die Bäcker ist es nicht rentabel, daraus Brot zu backen und es zu den staatlich festgesetzten Niedrigpreisen zu verkaufen. In Harare und andernorts stehen die Menschen darum viele Stunden Schlange, um ein Brot zu bekommen. In jüngster Zeit ist zu allen Problemen noch eine Cholera Epidemie gekommen, da es an sauberem Trinkwasser mangelt.