Fünfzig Kilometer nördlich von Karibib an der C33 liegt das kleine Dorf Omaruru am gleichnamigen Fluss. Das Omaruru Rivier ist normalerweise trocken, von ein paar Kolken hier und da einmal abgesehen. Auf Grund des reichlich vorhandenen Grundwassers wirkt der Ort jedoch vergleichsweise grün.
Die Geschichte von Omaruru ist eng mit der Geschichte der West Herero verknüpft, die Mitte des 18ten Jahrhunderts mit ihren Herden aus dem Kaokoveld nach Süden gezogen waren und sich hier ansiedelten. Der Missionar Gottlieb Viehe zog 1872 aus Otjimbingwe - dem 100 Kilometer südlich gelegenen Missionszentrum der Rheinischen Kirche - nach Omaruru und baute ein Missionshaus. Viehe übersetzte die Bibel in die Herero Sprache und erreichte, dass viele Herero in der Omaruru Region Christen wurden, unter anderem ihr Häuptling Wilhelm Zeraua.